



Urlaub in Tschechien
Für unsere tschechischen Nachbarn ist die Elbe ein zutiefst böhmischer Fluss, der nur noch am Schluss durch Deutschland fließt. Von ihren Ursprüngen im Riesengebirge strömt die Elbe auf 370 Kilometern Länge stetig vorbei an Plätzen, die von höchster Bedeutung für die böhmisch-tschechische Landesgeschichte sind, wie der St. Georgsberg, auf dem Stammvater Czech beschloss, sich mit den Seinen in Böhmen niederzulassen; Alt Bunzlau, wo der Hl. Wenzel ermordet wurde; das kleine Hermanitz, Geburtsort des Feldherren Wallenstein: aber auch Theresienstadt, symptomatisch für das schwierige Miteinander der Deutschen und Tschechen im 20. Jahrhundert.
Entlang der Elbe in Böhmen entfaltet sich ein besonderes Porträt einer zentraleuropäischen Kulturlandschaft mit all seinen Facetten von Glauben und Baukunst, Dichtung und Krieg, Wanderung und Technik.
Reiseverlauf
Tag 1: Das Nibelungenlied der Tschechen
Unsere Reise beginnt in den Ausläufern des Riesengebirges in Hohenelbe/Vrchlabí, wo Rübezahl über die junge Elbe herrscht und reiche Erzvorkommen mutige Pioniere anzog. Im nahen Königinhof/Dvůr Králové, ehemals Witwensitz der böhmischen Königinnen, wurde 1817 eine Handschrift entdeckt, die als das Nibelungenlied der Tschechen gilt. Nach kurzer Fahrt erreichen wir eine der schönsten Barockanlagen Tschechiens, den Hospitalkomplex von Kukus/Kuks. Der architektonische Wert bringt bis heute Besucher aus der ganzen Welt zum Staunen. Und natürlich spazieren wir durch die Galerie herrlicher Skulpturen des „Böhmischen Michelangelo“. In Königgrätz/ Hradec Králové beziehen wir unser Hotel.
Tag 2: Von Renaissancestädten und blutigen Schlachten
Der Tag beginnt mit einer Führung durch die Bischofsstadt Königgrätz, die aufgrund der strategischen Lage an der Elbe vielfach Schauplatz blutiger Schlachten war. In Pardubitz/Pardubice hingegen dominiert die Renaissance, nach einem verheerenden Stadtbrand 1538 wurde der Ort vollkommen neu errichtet. Am Nachmittag erreichen wir Schloss Katschina/Kačina, das baugeschichtlich durch ein kaiserlich-russische Lustschloss bei St. Petersburg beeinflusst wurde. In den nächsten beiden Nächten schlafen wir direkt in Kuttenberg/Kutna Hora.
Tag 3: Ein Vorläufer des Euros
Völlig zu Recht trägt Kuttenberg den Beinamen „Schatztruhe des Landes“, denn erst der Reichtum der Stadt ermöglichte den Aufschwung des böhmischen Königreichs. Absolute Höhepunkte sind die gotische Barbara-Kirche, an der die Bauhütte der Parler-Familie beteiligt war, und die Zisterzienser-Abtei, die man den „Tanzsaal Gottes“ nennt. Wegen ihrer historischen Bedeutung und ihrer architektonischen Meisterwerke kam die Stadt 1995 auf die Weltkulturerbeliste der UNESCO. Am Nachmittag werden wir der Elbstadt Kolin/Kolín einen Besuch abstatten. Der jüdische Friedhof in Kolin gehört zu den ältesten in Böhmen, zumal die hiesige jüdische Gemeinde die größte nach jener in Prag war.
Tag 4: Die Rückkehr der Fürsten
Am Morgen wollen wir einen Blick auf die mittelalterliche Stadtmauer von Nimburg/Nymburk werfen, die sich malerisch wie eine Filmkulisse im Waser spiegelt. Die Wallfahrtsstätte Altbunzlau/Stará Boleslav ist der Ort des Martertodes des heiligen Fürsten Wenzels, des Hauptpatrons der tschechischen Länder. Ganz lebendig hingegen sind die zurückgekehrten Fürsten Lobkowitz in Melnik. Aus den Fenstern ihres Schlosses genießen wir die herrliche Aussicht auf den Zusammenfluss von Moldau und Elbe und auf die Weinberge der hl. Ludmilla. Den Namen der aus Melnik stammenden Heiligen trägt der berühmte Schlosswein bis heute, den wir ausführlich im Weinkeller des Schlosses verkosten.
Schlafen werden wir in der historischen Stadt Leitmeritz/Litoměřice. Bei einem abendlichen Bummel und einem Glas Wein aus den nahen gelegenen Weinbergen von Groß Tschernosek/Velké Žernoseky lassen wir die Seele baumeln.
Tag 5: Glaube und Abschied
Vier Schwestern von Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse, wurden nach Theresienstadt/Terezín deportiert. Nach Kaiserin Maria Theresia benannt, hat sich der Ort als grausames Konzentrationslager unrühmlich ins kollektive Gedächtnis der Menschheit eingegraben.
Barocke Pracht dann im Kloster Doxan/Doksany. Für die Kolonisation an der böhmischen Elbe spielte es im 12. Jahrhundert eine große Rolle. Und auch heute leben Prämonstratenserinnen in der historischen Anlage.
Melodisch strömt der Fluss unter dem prunkvollen Schloss Tetschen/Děčín vorbei. Kein Wunder, dass Chopin ausgerechnet hier oben seinen Tetschner Walzer komponierte. Nach einer Führung durch die barock-klassizistische Schlossanlage und einem Besuch im Rosengarten treten wir unsere Rückfahrt nach Dresden an
Leistungen
HÖHEPUNKTE:
- Unesco-Welterbe Kuttenberg
- Unesco-Welterbe Zisterzienser-Abtei Sedletz
- Unesco-Tentativliste Festung Theresienstadt
- Bauten der Peter-Parler-Bauhütte
- Wallfahrtsstätte Altbunzlau
- Skulpturengalerie des „Böhmischen Michelangelo“
- umfangreiche Weinverkostung im Schloss Melnik
DAS REISEARRANGEMENT BEINHALTET:
- intensives Führungs- und Besichtigungsprogramm
- alle örtlichen Führungen, Eintritte und Besichtigungen enthalten
- 4x Mittagessen
- 3x Abendessen
- 4 Übernachtungen/Frühstück in guten Mittelklasse-Hotels
- Transfers im komfortablen Bus ab-/an Dresden
- Abfahrtzeit Dresden 8 Uhr Rückankunft Dresden ca. 19 Uhr
- Reiseleiter Matthias Prasse
Termine & Preise
| Preis p.P. im Doppelzimmer | 989,00 EUR |
| Preis p.P. im Einzelzimmer | 1.130,00 EUR |
Zustiege
| Dresden, Bahnhof Neustadt | kostenlos |



