ab 898,00 EUR

SÜDDEUTSCHE REICHSSTÄDTE

Zwischen Nürnberg, Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber
  Termin:  
16. - 19. April 2026

Urlaub in Deutschland

Kommen Sie mit durch historische Altstädte mit romantischen Gassen und malerischen Ecken!

Sie waren unmittelbar dem Kaiser unterstellt und genossen viele Privilegien – die deutschen Reichsstädte. Frei von vielen Zwängen und versehen mit einer prosperierenden Wirtschaft, stiegen sie zu kulturellen Zentren auf, in denen das stolze Bürgertum seine Unabhängigkeit und sein Vermögen mit stattlichen Bauten und der Beauftragung renommierter Künstler zum Ausdruck brachte.

Unsere Studienreise zeigt am Beispiel des deutschen Südens die Entwicklung der Reichsstädte zwischen Mittelalter und Barock, zwischen Aufstieg, Blüte und Verfall und stellt Reichsstädte als das Gesamtkunstwerk dar, als das sie noch heute zu erleben sind. Dabei begegnen wir Künstlern wie Albrecht Dürer in Nürnberg, aber auch legendenumwobenen Bürgermeisterpersönlichkeiten wie Heinrich Toppler in Rothenburg ob der Tauber.

Reiseverlauf

Tag 1: Des Reiches Schatzkästlein

Unsere erste Station wird Nürnberg. Zwölf europäische Fernstraßen trafen hier im Mittelalter zusammen. Kein Wunder also, dass die ersten Straßenkarten Europas in Nürnberg entstanden. Ab 1423 werden die Reichskleinodien, der Kronschatz des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, in Nürnberg aufbewahrt. Die Stadt wird des „Reichs Schatzkästlein“. Die Jahre zwischen 1470 bis 1530 werden zur Blütezeit. Nürnberg wird eines der bedeutendsten kulturellen Zentren der Renaissance nördlich der Alpen sowie des Humanismus. Dessen neues Menschenbild prägt auch die städtische Politik und das Stadtrecht.

Am Abend erreichen wir unser Hotel in Nördlingen.

Tag 2: Kleiner, doch wunderbar

Erste Tagesstation ist das kleine Bopfingen, bis 1802 reichsunmittelbar. Hier werden wir hören, warum sich nicht alle Reichsstädte so vorteilhaft entwickelten wie Nürnberg oder Rothenburg. Wenn möglich, wollen wir die Stadtkirche St. Blasius besichtigen, deren Vorgängerbau um 650 zu den ersten Kirchen im Alemannengebiet überhaupt gehörte. Schmuckstück der Kirche ist der spätgotische Flügelaltar, den der Nördlinger Meister Friedrich Hertlin 1472 vollendet wurde.

Bereits von weitem zeichnet sich die Silhouette der ehemaligen Reichsstadt Dinkelsbühl mit dem mächtigen Münster ab. Kunsthistoriker meinen, die Türme und Mauern umgeben eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Deutschlands. Das Magazin GEO hält Dinkelsbühl für einen „Traumort“, der Focus kürte die Altstadt zur schönsten im Lande und das US-amerikanische Nachrichtenmagazin CNN meint sogar, Dinkelsbühl sei eine der schönsten Städte Europas. Heute können Sie sich Ihre eigene Meinung bilden.

Im zweiten Teil des Tages geht es in den „Festsaal Frankens“ (Georg Dehio), nach Feuchtwangen. Breit hingelagerte Bürgerhäuser und altfränkische Fachwerkgebäude umgeben den Marktplatz, dominierendes Gebäude aber ist die Stiftskirche. In ihrem Inneren befindet sich ein Altar aus der Hand des Michael Wolgemut, welcher der Lehrer Albrecht Dürers war.

Tag 3: Ergreifendes Rothenburg

Heute gehen wir auf eine archäologische und architektonische Entdeckungsreise durch Rothenburg ob der Tauber, ein wunderschönes Beispiel für die Entwicklung einer mittelalterlichen Stadt. Begleitet wird unsere Gruppe von Robert Frank, Mitarbeiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Wir erleben Sie die Baugeschichte durch die Jahrhunderte und erfahren mehr über die Bauphasen der Kirchen, Klöster, Patrizierhäuser, prächtigen Kommunalbauten und der imposanten Wehranlagen Rothenburgs. Dabei werfen wir auch einen Blick auf das tief verwurzelte geistliche Leben der christlichen und jüdischen Kultur dieser Reichsstadt.

Nach dem gemeinsamen Abendessen wollen wir bei einer gemütlichen Runde durch die abendliche Altstadt Nördlingen im Laternenschein erkunden.

Tag 4: Wehrhafte Mauern

Der Reichtum der Reichsstädte zog auch immer Gegner an. Die Städte mussten sich selbst schützen. Mit dieser Thematik beginnen wir den letzten Tag. Denn in ehemals Freien Reichsstadt Nördlingen hat sich Deutschlands einzige erhaltene Verteidigungsanlage mit voll begehbarem Wehrgang (2.632 Meter) erhalten. Das Stadtmauermuseum im Löpsinger Torturm widmet sich dieser Thematik.

Danach gehen wir ins Heilig-Geist-Spital, wo an Originalobjekten die Themen Handel und Messe, Zunft und Handwerk in einer Reichsstadt illustriert werden. Natürlich werden wir uns auch der Schlacht bei Nördlingen 1634 widmen, eine der folgenreichsten Auseinandersetzungen im Dreißigjährigen Krieg.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen treten wir über Nürnberg die Rückreise nach Dresden an, das wir am frühen Abend erreichen.

Vorgesehener Reiseleiter: Matthias Prasse

Leistungen

HÖHEPUNKTE:

  • Altstädte Nürnberg, Nördlingen, Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Bopfingen
  • intensive Begegnung mit Rothenburg ob der Tauber
  • Hertlin-Altar in Bopfingen, Wolgemut-Altar in Feuchtwangen
  • idyllischer Nachtspaziergang durch Nördlingen

DAS REISEARRANGEMENT BEINHALTET:

  • intensives Führungs- und Besichtigungsprogramm
  • alle örtlichen Führungen, Eintritte und Besichtigungen enthalten
  • 4 x Mittagessen (Tellergericht)
  • 2 x Abendessen
  • 3 x Übernachtung mit Frühstück im 4* Hotel Klösterle Nördlingen
  • Transfers im komfortablen Bus ab-/an Dresden und Nürnberg
    • Abfahrtzeit Dresden Neustädter Bahnhof 8 Uhr, Nürnberg Hauptbahnhof etwa 12 Uhr
    • Ankunftszeit Nürnberg etwa 15 Uhr, Dresden Neustädter Bahnhof etwa 19.30 Uhr

Termine & Preise

16. - 19. April 2026:

Preis p.P. im Doppelzimmer898,00 EUR
Preis p.P. im Einzelzimmer988,00 EUR

Hinweise

vorgeseh. Studienreiseleiter: Matthias Prasse