Europa-Akademie

„Vom Gegen- zum Füreinander – Schlesiens Mission für Europa“

Im Rahmen der Akademie werden innerhalb von acht Tagen an einem mitteleuropäischen Ort ausgewählte Vorträge, Exkursionen, Zeitzeugengespräche, aber auch Höhepunkte aus

Musik und Literatur angeboten. Dafür bringt die Europa-Akademie jährlich Akteure aus Kultur, Wissenschaft und Politik zusammen. Die Europa-Akademie 2026 ist eine gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft, des Kulturwerks Mitteldeutschland und der Zeitschrift „Schlesien heute“.

Es ist bereits die 9. Europa-Akademie, dieses Mal im polnischen Liegnitz/Legnica. Denn Liegnitz ist mit Blick auf die Kulturgeschichte, die aktuelle Wirtschaftslage und die wiedergewonnene

Schönheit geradezu eine Musterstadt im heutigen Schlesien.

Tag 1 : Willkommen in Schlesien

Anreise der Teilnehmer und Gäste. Nach dem Einchecken in unser modernes Hotel im Herzen von Liegnitz folgen Begrüßung und Einführung in die Europa-Akademie 2025. Schließlich wollen wir gemeinsam zu Abend essen. Danach ist Zeit für ein erstes Kennenlernen, aber bei Interesse auch einen Bummel durch die Stadt.

Tag  2 : Piasten, Prinzen, Solidarność

Wir starten mit einem Vortrag zur Geschichte von Liegnitz, das wie ein Spiegel stellvertretend für die reiche Geschichte ganz Schlesiens steht. Daran schließt sich eine ausführliche Stadtführung mit Besichtigung der Liebfrauenkirche, der Kathedrale und des Piasten-Mausoleums an.

Nach dem Abendessen erinnern wir an Jürgen Gretschel, der sich als herausragender Vertreter der deutschen Minderheit in Niederschlesien, insbesondere in seiner Heimatstadt Liegnitz (Legnica) für den Erhalt der deutschen Traditionen und für die deutsch-polnische Verständigung einsetzte. Die Stadt Liegnitz ehrt den Verstorbenen nun posthum, indem sie jedes Jahr den Jürgen-Gretschel-Preis vergibt.

Tag 3 : Blick nach Belarus und Czernowitz

Man sieht sich als das westlichste der slawischen Länder: Belarus. Doch in Mittel- und Westeuropa hat man dieses Land nicht vor Augen. Ein reich bebilderter Vortrag stellt das schöne und spannende Land im Herzen Europas vor.

Nach einer Mittagspause lenken wir den Blick nach Czernowitz in der ukrainischen Bukowina. Czernowitz war Heimatstadt vieler Nationalitäten, in der Deutsche, Juden, Polen, Rumänen und Ukrainer nebeneinander lebten.

Am Abend erwartet Sie unser schlesischer Literaturabend – seien Sie gespannt!

Tag 4 : Exkursion: Perlen Niederschlesiens

Unser Exkursionstag führt uns zum „Wunder von Glogau“. Denn so wird der Wiederaufbau der schwer kriegszerstörten Stadt (heute Głogów) oft bezeichnet. Neben der ehemaligen Residenz der Herzöge von Glogau gibt es noch eine weitere Reihe spannender Bauten. Nächste Station ist Sagan/Żagań. Park- und Schlossanlage zählen zu den Höhepunkten in ihresgleichen in Schlesien. Dritte Stadt des heutigen Tages ist das als Töpferstadt bekannte Bunzlau/Bolesławiec. Doch hat die alte Stadt an der Via Regia mehr zu bieten als die weltbekannte Keramik. Wir machen einen ausgiebigen Stadtrundgang über den schönen Ring mit Rathaus und alten Bürgerhäusern und weiteren Attraktionen.

Danach treffen wir uns in der Villa Ambasada. Im gemütlichen Kellerrestaurant erwartet unsere Gruppe Konzert und Abendessen.

Tag 5 : Schlesische Identität und Museumslandschaft

Was bedeutet schlesische Identität heute, vor allem im modernen Polen? Dazu wollen wir einiges am Vormittag hören und auch diskutieren. Ein Vortrag stellt uns dann die reiche Museumslandschaft im heutigen Schlesien vor.

Am Nachmittag besuchen wir das Kupfermuseum in Liegnitz, das sich im Abtshaus der Leubuser Äbte befindet, einem der wichtigsten Barockbauten der Region.

Nach dem Abendessen freuen wir uns auf Prof. Arno Herzig. Der große Schlesien-Historiker gibt uns eine fundierte Einführung in die jüdische Geschichte zwischen Neiße und Oder geben.

Tag 6 : Auf jüdischen Spuren in Breslau

Unsere heutige Exkursion führt uns nach Breslau, die alte Hauptstadt Schlesiens.  Wir wollen nach Spuren jüdischen Lebens in der Stadt suchen. Im königlichen Schloss treffen wir auf den Historiker Maciej Łagiewski. Der langjährige Direktor des Breslauer Stadtmuseums wird uns über 800 Jahre jüdische Geschichte in Breslau informieren.

Bei einem Stadtspaziergang werden wir auch den jüdischen Friedhof in der Lohestraße und die Synagoge zum Weißen Storch besuchen. Mit einem gemeinsamen Abendessen in einem jüdischen Restaurant endet unser heutiges Programm.

Tag 7 : Schlesischer Adel und ein Neubeginn

Fürstenstein/ Książ, das größte Schloss Schlesiens, ist zumindest namentlich allen Ostreisenden ein Begriff. Nach der Besichtigung des Schlosses erwartet uns vor Ort ein Vortrag zur Adelsfamilie von Hochberg und Pless sowie zur schillernden Figur der Daisy von Pless.

Im Schloss Muhrau runden ein gemeinsames Abendessen und geselliges Beisammensein unseren Tag ab. Hausherrin Melitta Sallei, geborene von Wietersheim-Kramsta, stammt aus diesem Haus. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kehrte sie nach Polen zurück, nahm die polnische Staatsbürgerschaft an und engagiert sich seitdem für die deutsch-polnische Aussöhnung.

Tag 8 : Schlösser, Klöster und Mongolen

Nach dem Auschecken im Hotel fährt der bequeme Bus unsere Gruppe nach Wahlstatt/Legnickie Pole. Hier besuchen wir das Museum der Mongolen-Schlacht 1241 und Kloster-Kirche mit den Deckenfresken des Cosmas Damian Asam. Zu einem Mittagsimbiss laden wir Sie im nahen Schloss Eichholz/Warmątowice Sienkiewiczowskie. Die Geschichte des Schlosses ist auf kuriose Weise verbunden mit dem polnischen Nobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, dem Autoren bekannter Bücher wie „Die Kreuzritter“.

Nach unvergesslichen Stunden in exklusiver Runde treten wir jetzt die Rückfahrt über Görlitz, Dresden und Berlin an.

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